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Die strategische Weiterentwicklung des CVC

Von Leitprojekten zu Themenschwerpunkten

Zentrales Element der CVC-Clusterarbeit waren und sind Leitprojekte. In diesen, in der Regel auf drei Jahre befristeten Projekten, werden spezielle Themenstellungen aufgegriffen, die für die Nutzfahrzeugbranche besonders wichtig sind. Leitprojekte werden durch Partner- und Gesellschaftermittel des CVC sowie durch EFRE-Mittel des Landes Rheinland-Pfalz finanziert. Aufgrund der begrenzten Fördermittel und der relativ eng eingegrenzten Thematik konnte bisher immer nur eine kleine Gruppe von Akteuren aktiv an der Umsetzung mitwirken.

Eine im Frühjahr 2016 durchgeführte Cluster-Evaluation hat die Stärken des Leitprojektansatzes bestätigt, gleichzeitig aber auch Potenziale zu dessen Weiterentwicklung verdeutlicht. Auf Wunsch des Aufsichtsrates hat CVC-Geschäftsführer Dr. Martin Thul ein Strategiekonzept zur strategischen Weiterentwicklung des Clusters erarbeitet. Ein zentrales Element der Strategie ist die Weiterentwicklung der Leitprojekte zu Themenschwerpunkten.

Das Grundprinzip der Themenschwerpunkte besteht darin, Leitprojekte gezielt zum Einstieg in strategisch wichtige Themenfelder zu nutzen. Schnellstmöglich werden dann weitere, thematisch verbundene FuE-Projekte um die Leitprojekte gruppiert. An die Stelle eines Einzelprojektes tritt so ein Bündel inhaltlich verbundener Projekte, das eine breitere, intensivere Themenbearbeitung ermöglicht. Durch die Vielzahl der Projekte werden zudem auch die Mitwirkungsmöglichkeiten für Clustermitglieder - insbesondere für KMU - erweitert.

Die Umsetzung des Themenschwerpunkt-Konzeptes beginnt mit folgenden drei Schwerpunkten:

  • Innovative Produktionskonzepte für die Nutzfahrzeugindustrie

    Der erste Themenschwerpunkt ergänzt die bisherigen, Engineering-geprägten Leitprojektaktivitäten inhaltlich. Initiiert durch das aktuelle Leitprojekt „Additive Manufacturing“ werden zukünftig auch Projekte bearbeitet, welche die Besonderheiten der Nutzfahrzeugproduktion aufgreifen: Vergleichsweise geringe Stückzahlen, hohe Komplexität und Variantenvielfalt.



  • Nutzfahrzeuge für eine High-Tech-Landwirtschaft

    Der zweite Themenschwerpunkt bezieht sich auf Inhalte, welche die Besonderheiten des Einsatzes von Nutzfahrzeugen im Rahmen einer High-Tech-Landwirtschaft betreffen. Neben klassischen Maschinenbau-Themen werden z.B. auch IT- und Sensor-Themen aufgegriffen. Neuartige Steuerungssysteme oder Konzepte zur Datenerfassung und -übertragung durch Nutzfahrzeuge sind beispielhafte Arbeitsfelder.



  • Automatisierte Nutzfahrzeuge für den Off-Road-Bereich

    Der dritte Themenschwerpunkt befasst sich mit dem Einsatz automatisierter Nutzfahrzeuge jenseits der Straße. Der Begriff „automatisiert“ erstreckt sich zum einen auf das Basisfahrzeug, zum anderen auch auf An- und Aufbauten. Hier werden Lösungen für Lastkraftwagen, Landmaschinen und Baumaschinen entwickelt, welche die mobile, automatisierte Umsetzung von Funktionen ermöglichen. Neben „klassischen“ Nutzfahrzeugherstellern und -zulieferern eröffnet dieser Themenschwerpunkt auch neuen Partnern den Zugang zum CVC. Hersteller von Maschinen, Geräten und Anlagen, die bislang noch keinen oder nur wenig Bezug zur Nutzfahrzeugbranche hatten, können sich als Anbieter automatisierter An- und Aufbauten von Nutzfahrzeugen neu positionieren.

Der Ansatz der Themenschwerpunkte ermöglicht eine längerfristige, kontinuierliche Themenarbeit. Die bislang dominierende „Drei-Jahresperspektive“ geförderter Leitprojekte wird durch eine deutlich längere abgelöst. Sie ermöglicht es Forschungsthemen systematisch zu bearbeiten, sie kontinuierlich weiter zu entwickeln und daraus abgeleitete Lösungen wirtschaftlich zu verwerten. Entsprechend umfasst das Projekt-Portfolio eines Themenschwerpunkts Initiativen im Bereich der Grundlagenforschung, der anwendungsorientierten Forschung sowie der industriellen Entwicklung.

Innerhalb der Themenschwerpunkte werden regelmäßig Informationsveranstaltungen, Workshops oder Fachtagungen umgesetzt. Hierüber werden Erkenntnisse/Ergebnisse geförderter Projekte verbreitet oder umgekehrt Anregungen und Hinweise zur Umsetzung der Förderprojekte bereit gestellt. Solche Veranstaltungen stehen grundsätzlich allen Clustermitgliedern offen. Damit werden das Informationsangebot und auch die Möglichkeiten zur aktiven Mitarbeit in Projekten des CVC deutlich erweitert.

Um eine stringente inhaltliche Entwicklung innerhalb der Themenschwerpunkte abzusichern, ist ein passendes Programmmanagement erforderlich. Dies ist zukünftig eine der zentralen Aufgaben der CVC-Geschäftsstelle. Das Programmmanagement unterstützt z.B. einzelne Teilprojekte bei der Umsetzung, identifiziert „Querschnittthemen“, vernetzt im Bedarfsfall Projekte, initiiert Projektanträge und unterstützt die strategische Weiterentwicklung der Themenschwerpunkte.

Jeder Themenschwerpunkt wird durch einen Fachbeirat koordiniert. Er umfasst im Wesentlichen Experten aus Wissenschaft und Industrie, die aufgrund ihrer fachlichen Expertise in der Lage sind relevante Zukunftsthemen zu identifizieren und diese über Projekte in die operative Umsetzung zu bringen. Fachbeiräte treten nicht in Konkurrenz zum existierenden wissenschaftlichen Beirat des Clusters. Letzterer agiert Themenschwerpunkt-übergreifend und befasst sich aus einer unabhängigen Perspektive heraus mit wissenschaftlich/strategischen Fragestellungen.

Insgesamt fördert das Konzept der Themenschwerpunkte kooperative Innovationen. Zudem stärkt es die Wettbewerbsfähigkeit der Clusterakteure bei der Akquise von öffentlichen Fördermitteln. Wirksame Transferprozesse oder das Sicherstellen der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Anschlussfähigkeit sind zentrale Anforderungen bei der Bewilligung von Zuwendungen durch die öffentliche Hand. Für die Erfüllung dieser Anforderungen stellt das Konzept der Themenschwerpunkte institutionell verankerte Prozesse und Strukturen zur Verfügung.

Kontakt:
Commercial Vehicle Cluster
Dr. Martin J. Thul
info@cvc-suedwest.com



Informationen zu erhaltenen Fördermitteln

Aktuell

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Additive Manufacturing in der Nutzfahrzeugproduktion – Ergebnistransfer CVC-Leitprojekt

23. Oktober 2019
Fraunhofer Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik, Kaiserslautern

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OEM-Besuch bei Volvo Construction Equipment Germany

Konz, 24. Oktober 2019

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CVC-Jahrestagung 2019

„Digitalisierung, Vernetzung, neue Geschäftsmodelle – Zukunftsperspektiven für die Nutzfahrzeugindustrie“
22. November 2019
John Deere Forum Mannheim

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Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Standards

Die Veranstaltung "Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Standards" wird am 22.10.2019 von 15:00 bis19:00 Uhr im VDC Fellbach, Auberlenstraße 13, 70736 Fellbach stattfinden.

Standardisierung bedeutet im eigentlichen Wortsinn eine Vereinheitlichung von Maßen, Typen, Verfahrensweisen, Strukturen oder anderem. Ziel ist die Schaffung gemeinsamer Standards respektive Parameter (beispielsweise bei Hardware- oder Softwarekomponenten). Sie dient der Reduktion der intra- und interbetrieblichen Prozesskosten. Intrabetrieblich sind das v.a. Wechselkosten und Lernkosten, extrabetrieblich Transaktionskosten. Qualitätsstandardisierte Produkte reduzieren den Beschaffungsaufwand und das Beschaffungsrisiko. Gleichzeitig kann Standardisierung aber auch dazu führen, dass der kreative Freiraum eingeschränkt wird. Dieses ist insbesondere im Umfeld der Entwicklung innovativer Technologien nicht erwünscht.

Im VR-/AR-Umfeld erleben wir nach wie vor eine hohe Innovationsrate. Gleichwohl sehen wir kommerziell erhältliche VR/-AR-Lösungen seit ca. 30 Jahren. Standardisierung ist hier ein wichtiges Thema, beispielsweise in den Fel-dern 3D-Datenformate, Content, Hardware-Kompatibilität oder 3D User Interface Design. Wir laden dazu ein, diese Themenstellungen mit den Experten vor Ort zu diskutieren.

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